Tipps für Angehörige

Allgemeines

Wenn ein Familienmitglied plötzlich zum Pflegefall wird, ist das entweder ein Schock, oder es war zu erwarten. Kommt dann neben den alltäglichen Pflichten auch noch die Pflege eines Angehörigen dazu, kann sich schnell alles ändern. Allerdings sind sie bei der häuslichen Pflege nicht auf sich allein gestellt.

Wir, der ambulante Pflegedienst Leuchtturm in Bielefeld, zeigen ihnen in einfachen Schritten wie sie vorgehen um eine optimale Pflege zu erhalten.

 

Schritt 1: Feststellung der Pflegebedürftigkeit

 

Sind sie auf dauerhafte Hilfe angewiesen? Dann besteht eventuell der Anspruch auf Pflegegeld. Dann bitten Sie den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) die Pflegebedürftigkeit festzustellen:

 

  • Die gewünschten oder benötigten Leistungen bei der Pflegekasse bei der Krankenversicherung beantragen (telefonisch /per Post)

  • Das zugeschickte Formular ausfüllen und zurücksenden; meist kann man die Formulare auch online ausdrucken

  • Einen Einstufungstermin mit dem MDK vereinbaren

  • Bereits wenige Wochen nach dem der MDK sie besucht hat erhalten Sie den Bescheid der Pflegekasse mit dem einstweilen zugewiesenen Pflegegrad. Aus diesem Pflegegrad ergibt sich, wie viel Pflegegeld dem Pflegebedürftigen zusteht.

 

Schritt 2: Umfang der Pflegeleistung bestimmen

 

Wenn Sie dann unseren ambulanten Pflegedienst beauftragen, klären wir dann in einem persönlichen Gespräch mit ihnen, in welchem Umfang Sie unseren ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen möchten. Wünschen Sie Entlastung nur für kurze Zeit oder soll unser Pflegedienst dauerhaft die Pflege übernehmen? Unsere Leistungen in Stichpunkten

 

  • Kurzzeitpflege, wenn Sie im Urlaub oder krank sind

  • unterstützende Hausbesuche

  • umfangreiche Pflegeleistungen

  • Beratungs- oder Betreuungsleistungen

 

Schritt 3: Welche, vorerst konkrete Art der Hilfe benötigen sie von uns?

 

Sie und Ihre Familie sind Angehörigen eine große große Hilfe. Sie können beim Einkaufen oder Putzen unterstützen. Steigen aber auch die medizinischen Anforderungen, ist es ratsam unseren ambulanten Pflegedienst zu beauftragen. Dazu klären sie mit uns, mit welchen Leistungen Sie unser Pflegedienst Leuchtturm unterstützen kann:

 

  • Grundpflege: Körperpflege, ernähren (auch Essen anreichen), Hilfe beim Anziehen oder Treppensteigen

  • Betreuung: vorlesen, spazieren gehen, unterhalten und unterstützen

  • Hauswirtschaftliche Versorgung: kochen, einkaufen, putzen

  • Medizinische Versorgung: vom Arzt verschriebene Maßnahmen (Behandlungspflege), z.B.: spritzen, Verbände anlegen

 

Schritt 4: Klären Sie mit uns ihren Bedarf der medizinischen Versorgung

 

Sollten Sie besondere, oder spezielle Anforderungen haben, und müssen beispielsweise ein Kind pflegen, dann klären Sie mit uns, dem ambulanten Pflegedienst Leuchtturm, wie wir am besten vorgehen.


Zu den medizinischen Leistungen die unser ambulanter Pflegedienst erbringt, zählen:
 

  • Medikamente richten und verabreichen

  • Injektionen geben: Insulin- oder Thrombosespritzen

  • Verbände anlegen und wechseln

  • Blutzucker und Blutdruck messen

  • Dekubitusprophylaxe

  • Kompressionsstrümpfe anziehen / ausziehen

  • Kompressionsverbände anlegen

  • Stomaversorgung bei künstlichen Ausgängen

  • Einläufe

 

Schritt 5: Unser Beratungsgespräch bei ihnen vor Ort


Als guter ambulanter Pflegedienst statten wir Ihnen natürlich einen kostenlosen Hausbesuch ab, um mit Ihnen alle Details der gewünschten und benötigten Pflege zu besprechen. Auf diese müssen wir zusammen bei einem ersten Beratungsgespräch achten:

Konkreter Umfang unserer Pflegeleistungen.

Klärung welche Arbeiten von unseren ausgebildeten Fachkräften übernommen wird

Lassen Sie sich von uns auch das Abrechnungsverfahren genau erklären.

Selbstverständlich bieten wir ihnen auch einen Kostenvoranschlag.

 

Wir bieten ihnen in unserem ambulanten Pflegedienst einen festen Ansprechpartner und ständige Erreichbarkeit. Schnelle Hilfe in Krisensituationen ist für unseren Pflegedienst selbstverständlich.
Wenn in unserem Beratungsgespräch alle Ihre Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt worden sind, dann haben Sie bereits den passenden ambulanten Pflegedienst (Leuchtturm) gefunden.

Das bezahlt die Pflegekasse für ambulante Pflege

Falls die Voraussetzungen einer Pflegebedürftigkeit erfüllt sind, wird unser ambulanter Pflegedienst für sie die häusliche Krankenpflege übernehmen. Das sind dann Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Unser Pflegedienst ist selbstverständlich staatlich zugelassen.

 

 

Seit 2017 gibt es in der Pflege neue Regeln. Es wurden für die alten Pflegestufen, Pflegegrade eingeführt.

Wir unterstützen sie auch dabei den Pflegegrad zu beantragen.

 

Überblick:

 

  • Was bedeuten die Pflegegrade konkret?

  • Wie und wo wird der Pflegegrad beantragt?

  • Die nötigen Angaben im Antrag von Leistungen der Pflegekasse

  • Hilfe bei der Antragstellung beim Pflegestützpunkt

 

Um Leistungen von der Pflegeversicherung durch Unterstützung bei der Pflege eines Angehörigen zu bekommen, muss man zuerst ein Pflegegrad ermitteln. Dazu wird ermittelt, wie viel Hilfe genau ein Pflegebedürftiger benötigt. Entsprechend dieser momentanen Situation wird der Pflegegrad festgelegt.

 

Es gibt fünf Pflegegrade.

Die Höhe des Grades, bestimmt den Pflegebedarf des Betroffenen.


Wie wird der Pflegegrad beantragt?
 

Die Einstufung in einen Pflegegrad muss zuerst beantragt werden. Dazu genügt ein formloser Antrag. Dieser kann telefonisch, per Mail oder schriftlich gestellt werden. Die meisten Pflegekassen verwenden Formblätter, die Sie sich auf Anfrage zuschicken lassen können oder im Internet auf der Seite Ihrer Krankenkasse herunterladen und ausdrucken können. Leistungen werden im Bedarfsfall frühestens ab dem Monat der Antragstellung bewilligt, nicht jedoch rückwirkend. Wenn eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, genügt es, die Unterstützung auch bis zum Ende eines Monats zu beantragen, bewilligt wird sie dann für den gesamten Monat.

 

Wo kann der Pflegegrad beantragt werden?

 

Zuständig sind immer die Pflegekassen bei den Krankenversicherungen, sowohl gesetzlich als auch privat Versicherter. Die Anschrift der Pflegeversicherung entspricht in den meisten Fällen der der Krankenversicherung. Mit dem Krankenkassenbeitrag wird auch ein Beitrag an die Pflegeversicherung abgeführt. Dieser steht bei Bedarf jedem Pflegebedürftigen zu.

Ob Unterstützung nötig ist und in welcher Größenordnung diese benötigt wird, beurteilt der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Dazu kommt ein Mitarbeiter zum Antragsteller nach Hause und ermittelt den Pflegebedarf und somit den Pflegegrad. Als Antragsteller gilt immer der Pflegebedürftige, selbst wenn ein Angehöriger den Antrag in dessen Namen stellt.
 

Die nötigen Angaben im Antrag von Leistungen der Pflegekasse:

 

Der Antrag sollte die vollständige Anschrift der Krankenkasse enthalten und im Adressfeld unter der Versicherung auch den Zusatz - Pflegeversicherung - enthalten.
Beispiel:

 

DAK-Gesundheit Zentrale- Pflegeversicherung -

Nagelsweg 27 – 31
20097 Hamburg

Telefon: 040 23960

 

Wichtig ist auch der Absender des Pflegebedürftigen und das Datum.
Der Antrag muss unterschrieben werden. Im Antrag müssen keine konkreten Angaben über den Zustand des Pflegebedürftigen gemacht werden, da die Sachverständigen sich bei ihrem Hausbesuch ohnehin ein eigenes Bild machen. Es genügt deshalb völlig mitzuteilen, dass Leistungen beantragt werden.

 

Was bedeuten die Pflegegrade genau?

 

Es gibt fünf Pflegegrade. Diese bilden die Pflegebedürftigkeit einer Person ab. Die Stufen werden nach Punkten eingeordnet. Je höher der Pflegebedarf, desto mehr Punkte werden angegeben.

 

Pflegegrad 1:

geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

12,5 bis unter 27 Punkte

 

Pflegegrad 2:

erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

27 bis unter 47,5 Punkte

 

Pflegegrad 3:

schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

47,5 bis unter 70 Punkte

 

Pflegegrad 4:

schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

70 bis unter 90 Punkte

 

Pflegegrad 5:

schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

90 bis 100 Punkte

Leistungen für die Sicherung der Pflegepersonen

Rentenbeiträge für sämtliche Pflegepersonen die den Pflegebedürftigen mit Pflegegrad zwei bis fünf, ab 10 Stunden pro Woche, aufgeteilt auf mindestens 2 Tage zu Hause betreuen, werden von der Pflegeversicherung bezahlt.

Rentenbeiträge steigen dabei mit steigender Pflegebedürftigkeit.

Wer einen Angehörigen mit extrem hohen Pflegegrad (Pflegegrad 5) pflegt, erhält 25% höhere Rentenbeiträge als zuvor.

Auch ausschließlich Demenzkranke zu betreuen, ist über die Rentenversicherung abgesichert.

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